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An dieser Stelle möchten wir Sie ein wenig über die geschichtlichen Hintergründe des Remigiusbergs und der historischen Propsteikirche informieren.

Ebenso sollen ein paar geschichtliche Fakten über den Ort Haschbach nicht fehlen.

 
 

Die Remigiuskirche ist der bescheidene Überrest einer einst recht imposanten Klosteranlage der ehemaligen Benediktiner-Propstei "St. Remigii" Remigiusberg.Die Klostergründung ist zurückzuführen auf die Tatsache, dass in der Zeit zwischen 575 und 595 der fränkische König Childebert II., ein Urenkel des Frankenkönigs Chlodwig, ein etwa 220km² großes Gebiet, das man später "Remigiusland" nannte, dem Bistum Reims schenkte.
Da die Verwaltung und Nutzung dieses Fernbesitzes im deutschen Ausland den Reimser Erzbischöfen auf Dauer immer größere Probleme bereitete, schenkte schließlich Erzbischof Artold um die Mitte des 10. Jahrhunderts das Remigiusland weiter an die in seinem Bistum gelegene Benediktiner-Abtei St. Remigii bei Reims. Dies führte schließlich zur Klostergründung auf dem Remigiusberg. Der genaue Zeitpunkt der Erbauung dieser Klosteranlage lässt sich nicht datieren, eine Urkunde vom 8.10.1127 des Mainzer Erzbischofs Adelbert ist der älteste Existenznachweis. Jedoch ist es gar nicht so abwegig, als Zeitpunkt der Erbauung das Jahr 1019 anzunehmen.
Durch eine umfassende Restaurierung in der Zeit von 1883 - 90 erhielt die Kirche eine etwas veränderte Optik die bis 1966 unverändert blieb. Die äußere Ansicht veränderte sich dabei, abgesehen von dem Einbau weiterer Fenster, nicht. Der Schwerpunkt der damaligen Restauration konzentrierte sich auf das Innere der Kirche, die dem damaligen Zeitgeist entsprechend, neugotisch umgestaltet wurde.
Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche bei der Restauration in den Jahren 1966-68. Primäres Anliegen bei dieser Restauration war die Sicherung und Erhaltung der gefährdeten Bausubstanz der Propsteikirche. Gleichzeitig war man bestrebt, der Kirche möglichst viel von ihrer ursprünglichen Optik zurückzugeben, soweit es die Umbauten und Verstümmelungen früherer Jahrhunderte noch zuließen. Eine Rekonstruktion des Baudenkmals in seiner ursprünglichen Gestalt mit Querschiff und Seitenschiffen schied jedoch aus finanziellen Gründen aus. Wenn es schon nicht möglich war, der Kirche ihre komplette ursprüngliche Gestalt wiederzugeben, so wollte die Renovierung wenigstens die originalen Konstruktions- und Stilelemente sichtbar machen, wodurch sich Form und Ausmaße des ursprünglichen Baukörpers doch zumindest erahnen lassen. Um der ursprünglichen Gestalt näher zukommen, musste besonders der Innenraum der Kirche vom Ballast jener Renovierungen aus der Zeit des späten 19. Jahrhunderts befreit werden. Die gut gelungene Restaurierung vermag, den historischen Stellenwert der Kirche zu unterstreichen. Schließlich ist sie laut Denkmalbehörde " in der Nordwestpfalz der bei weitem bedeutendste romanische Kirchenbau, ja zwischen Zweibrücken und Kaiserslautern der bedeutendste Kirchenbau überhaupt. Als einzigem Vertreter des Typus der romanischen flachgedeckten Basilika kommt ihr große Bedeutung zu, obwohl wesentliche Teile, vor allem die Querschiffe und Seitenschiffe abhanden gekommen sind."

Haschbach am Remigiusberg: In einem Talkessel, auf der Westseite des Remigiusberges und ca. 4 km südöstlich von Kusel, liegt in 260 m Höhe über NN, Haschbach am Remigiusberg. Haschbach wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1149 als "Habbach" erwähnt. Hinter dieser Namensform verbirgt sich wohl eine ältere Namensform, die in den Jahren über "Hasenbach", "Haspach" zu "Haschbach", umgewandelt und umgedeutet wurde. Der Name Haschbach könnte abzuleiten sein entweder von Bw: ahd hase "Hase", dann liegt die Benennung nach dem Hasen vor, wie bei Reh-, Hirsch-, Fuchsbach usw. oder nach anderem Wild.
Deutung: Erst führt das eben genannte Bächlein den Namen, dann erhält ihn auch die daran entstehende Siedlung. Da weiter südlich im gleichen Kreis Kusel noch ein Dorf Haschbach heißt, setzte man nach der Lage, des ersteren am St. Remigiusberg, das in den jüngeren Belegen erscheinende "Remigs-", oder "Sankt Remigs-" vor, während man letzteres mit dem ihm am nächsten liegenden Trahweiler zusammen gewöhnlich in einem Atemzug zu nennen pflegte.
Seit etwa 1824 ist die gleiche Schreibweise nun Haschbach. Mundartlich wird der Name "Haaschbach" ausgesprochen.
Haschbach war bis vor einigen Jahrzehnten ein Dorf der Bauern und Steinarbeiter. Doch mittlerweile sind die Steinbrüche stillgelegt - aus einem davon wurde ein Weiher für die Freunde des Angelsports. Auch die Landwirte sind verschwunden. Der Kontakt zur Natur ist geblieben. Der Obst- und Gartenbauverein hat über hundert Mitglieder, die in und um den Ort zahlreiche Streuobstwiesen pflegen und aus ihrer Ernte zum Beispiel naturfrischen Apfelsaft pressen.

 
 
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